Sturmschäden – wer muss zahlen?

Sturm ist so eine Sache: Je größer die Naturkatastrophe desto genauer scheinen Versicherungen manchmal hinzuschauen, wenn es um die Regulierung geht. Was also ist beim Haus unter welchen Umständen wie versichert?

Für Schäden am Haus ist die Gebäudeversicherung zuständig. Viele Deutsche haben so eine Versicherung. Die deckt in der Regel durch Sturm (mindestens Windstärke 8), Blitz oder Hagelschlag verursachte Schäden ab.

Das Problem: Anders als durch Wind verursachte Sturmschäden, sind Hochwasserschäden und Schäden durch Starkregen nur dann von der Gebäudeversicherung erfasst, wenn dies extra vereinbart ist, in der sogenannten „Elementarschadenversicherung“. Experten raten dazu, diesen Baustein nur wegzulassen, wenn man diese Gattung ganz sicher ausschließen kann (z. B. gibts am Berg kein Hochwasser, andererseits Hangabgänge).

Ein Ziegel fällt auf das Auto des Nachbarn

Pech gehabt, muss man sagen. Sturm ist höhere Gewalt und wenn ich nicht schuld bin, kann ich auch nicht haftbar gemacht werden. Das heißt, der Autobesitzer muss sich mit seiner Versicherung auseinander setzen.

Ein Baum fällt in meinen Garten – welche Versicherung?

Jetzt ist jetzt die Wohngebäudeversicherung gefragt. Wenn es keine Schäden gab, muss der Abtransport des Baumes unter Umständen selbst bezahlt werden. Wenn es der Baum des Nachbarn ist, muss seine Versicherung zahlen.

Was macht die Hausratversicherung?

Schäden an Möbeln, Elektrogeräten, Kleidung – also alles, was sich in der Wohnung befindet, aber nicht Teil des Hauses selbst ist – deckt nur eine Hausratversicherung ab. Ganz wichtig: Auch hier müssen Betroffene im Fall von starken Regenfällen und über die Ufer tretenden Bächen schauen, ob auch Elementarschäden von ihrer Hausratversicherung abgedeckt sind. Ein weiteres Problem, selbst wenn Versicherungsschutz besteht: Hausrat, der sich in der Garage befindet, ist oftmals nicht mit geschützt. Das Auto selbst gehört sowieso nicht zum Hausrat.

Mietshaus beschädigt, Wasser dringt in Wohnung – wer zahlt?

Hier ist der Hauseigentümer verantwortlich, der hoffentlich eine Wohngebäudeversicherung hat, die den Schaden bezahlt. Wenn meine beweglichen Sachen in der Wohnung beschädigt werden, zum Beispiel die Couch, zahlt meine Hausratversicherung – wenn ich eine habe. Grundsätzlich gilt, jeder Versicherungsfall ist anders und hängt auch davon ab, was man abgesichert hat.

(Quelle: SWR)

 

 

 

 

 

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