oder : Auf die richtige Mischung kommt es an

Heute sind die eigenen vier Wände vieles in einem: Sie bieten Sicherheit und Geborgenheit in unruhigen Zeiten. Die größten Fehler werden gleich am Anfang gemacht – bei der Finanzierung. Die besten Tipps, um Fehler zu vermeiden.
Für das eigene Heim sind viele Menschen heute bereit, ihre finanziellen Möglichkeiten auszureizen.

Doch auch wenn das Haus noch ein Traum ist – die Devise muss heißen: kühlen Kopf bewahren und „sorgfältig kalkulieren, wie viel eigenes Heim man sich leisten kann“.

Beim Nachrechnen müssen Bauherren und Käufer zweigleisig fahren.  Zum einen das Eigenkapital berechnen. Welche Vermögenswerte können  „verflüssigt“ werden, um diese als Eigenkapital in die Hausfinanzierung zu stecken. Auch hier lautet die goldene Regel: So viel Eigenkapital wie möglich, so wenig Kredit wie nötig. 20 Prozent der Gesamtkosten sollten es mindestens sein.  Achten Sie unbedingt darauf, dass mindestens 10.000 Euro in der Hinterhand bleiben.  Mit dieser eisernen Reserve können unvorhergesehene Kosten, etwa der Kauf einer neuen Küche bezahlt werden.

Das zweite Gleis: Unbedingt sollte vor dem Bau oder Kauf einen Kassensturz gemacht, bei dem die monatlichen Einnahmen und Ausgaben ungeschönt gegenübergestellt und dann saldiert wird.

Wer zum Beispiel 1.800 Euro im Monat zur Verfügung hat, wovon 1.200 Euro für Darlehenszins und -tilgung weggehen, dem geht auf Dauer die Puste aus. Urlaube, etwas teurere Hobbys sind dann nicht mehr drin. Grundregel: Die monatliche Belastung aus Zins- und Tilgung sollte 40 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens nicht überschreiten.

Kalkulieren Sie vor allem Ihren Kreditbedarf realistisch. Wer ihn zu niedrig ansetzt, muss teuer nachfinanzieren.

und: Beim Kreditbedarf nicht die Erwerbsnebenkosten wie Grunderwerbsteuer usw. vergessen. Sie schlagen üblicherweise mit rund zehn Prozent zu Buche.

Beim Vergleich von Finanzierungsangeboten sollten Darlehensnehmer genau ins Kleingedruckte des Angebots schauen, um eine wirklichkeitsnahe Entscheidungsgrundlage zu haben. Wichtigster Aspekt: Die Top-Kreditzinsen gibt es in aller Regel nur für 60 Prozent des Beleihungswertes. Wer einen höheren Kreditbedarf hat, muss teurer finanzieren oder auf alternative Geldquellen setzen, beispielsweise einen Kredit vom Chef oder ein Darlehen von Oma und Opa.  Deshalb nutzen Sie die staatlichen Fördermöglichkeiten. Das zinsverbilligte bzw. geschenkte Geld lässt sich problemlos für die Finanzierung bzw. den Vermögensaufbau verwenden. In Frage hierfür kommen insbesondere die Wohnriester-Förderung sowie Darlehen der staatlichen KfW-Bank.

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